15 Fragen
Allgemein & Einstieg
#Was ist BDNLH überhaupt?
BDNLH steht für „Break Down No Limit Hold'em“ und ist die Handanalyse der RANGE//REF-Suite. Du beantwortest Fragen zu einer Hand, die du gespielt hast — Fakten, an die du dich erinnerst. BDNLH führt dich durch alle Bet-Runden und legt am Ende einen Befund vor: was deine Entscheidungen gekostet oder eingebracht haben, und worauf jede Zahl beruht.
#Ist BDNLH ein Solver?
Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Ein Solver baut einen Spielbaum und rechnet Gleichgewichts-Frequenzen aus. BDNLH rechnet mit exakter Arithmetik und vollständigem Durchzählen gegen hinterlegte Solver-Ranges — kein Spielbaum, keine Frequenzen, keine Aussage darüber, wie oft du in einem Spot bluffen solltest. Was BDNLH liefert, ist die Rechnung zu deiner konkreten Hand, nicht die Strategie für den Spot.
#Wie viele Fragen muss ich beantworten, bis ich etwas sehe?
Sechs. Nach der sechsten Frage (deine Aktion) stehen die ersten Befunde: Struktur-Check, Preflop-Range-Abgleich und die Pot-Odds. Die Obergrenze von acht Frage-Screens bis zum ersten Befund ist ein festes Abnahmekriterium des Projekts — alles Weitere ist Zusatz, nie Vorbedingung.
#Muss ich wirklich alles ausfüllen?
Nein. Der Dialog blockiert nie — das ist eine der vier Grundregeln der App. „Analyse jetzt“ ist ab dem ersten Befund dauerhaft erreichbar, und alles Offene steht im Panel „Was noch fehlt“, jeweils mit dem Ertrag daneben („+ ICM-Analyse“, „+ Turnier-Kontext“). Jeder dieser Posten ist anklickbar und springt genau an die Stelle, die ihn füllt.
#Ich erinnere mich nicht mehr an die genauen Zahlen — kann ich die Hand trotzdem eingeben?
Ja, und dafür ist die App gebaut. Bei jeder Zahlenfrage stehen neben dem Eingabefeld Bereichs-Chips („≤ 15 BB“, „15–30“, „30–60“ …) und ein „Weiß ich nicht“. Ein Bereich ist eine vollwertige Antwort, keine Notlösung: BDNLH rechnet dann an beiden Enden des Bereichs. Kommt dabei dasselbe Urteil heraus, ist der Befund robust; kippt es, sagt die App genau das — „kippt bei ca. 42 BB“ — und stellt die Frage nach oben.
#Warum sind die Bereichsgrenzen ausgerechnet 15, 30, 60 und 150 BB?
Weil an genau diesen Stellen die Stack-Korrektur der Range-Engine ihre Stufen hat. Die Chips liegen bewusst auf den realen Stufengrenzen — dadurch kippt ein Urteil an einer Bucket-Kante sichtbar und nicht zufällig irgendwo mittendrin.
#Kann ich mittendrin abbrechen und trotzdem eine Auswertung bekommen?
Ja. Was bis dahin beantwortet ist, wird ausgewertet; was fehlt, fehlt sichtbar. Die Handbilanz weist dann aus, wie viele deiner Entscheidungen bewertet werden konnten („7 von 9“) und nennt die unbewerteten namentlich, samt Grund und Rücksprung.
#Wofür steht die Abkürzung BDNLH?
Break Down No Limit Hold'em — eine Hand in ihre Einzelteile zerlegen.
#Für wen ist BDNLH gedacht?
Für ambitionierte Live-Spieler. Der ganze Dialog ist darauf gebaut, dass du eine Hand aus dem Gedächtnis nachträgst — mit Lücken, mit Bereichen statt exakter Zahlen, in der Reihenfolge, in der du dich erinnerst. Deshalb gibt es überall „Weiß ich nicht“ und deshalb wird nichts erzwungen.
#Warum kann ich keine Hand-History importieren?
Weil es beim Live-Poker keine gibt. Genau das ist die Lücke, die BDNLH füllt: Online-Spieler haben Tracker mit Millionen Händen, Live-Spieler haben ihr Gedächtnis und den Zettel im Kopf. Die Eingabe ist deshalb ein geführter Dialog und kein Datei-Import.
#Welche Spielformen unterstützt BDNLH?
Cash Game und Turnier.
#Welche Tischgrößen kann ich analysieren?
6-max, 9-max und Heads-up. Bei 9-max laufen die Range-Nachschläge über eine hinterlegte Alias-Tabelle auf die 6-max-Basis; das steht am Befund auch dran. Heads-up gibt es keine hinterlegten Referenz-Ranges — dort schweigt der Range-Abgleich, statt etwas Falsches zu behaupten.
#Ersetzt BDNLH einen GTO-Trainer?
Nein. Ein Trainer übt Spots mit dir, ein Solver berechnet Strategien. BDNLH sieht sich eine Hand an, die du wirklich gespielt hast, und sagt dir, was daran nachrechenbar ist. Die Werkzeuge liegen nebeneinander, nicht übereinander.
#Warum fragt BDNLH so viel, statt einfach zu rechnen?
Es fragt weniger, als es scheint. Eine der Grundregeln lautet: erst ableiten, dann fragen. Pot und To-Call preflop werden aus Blinds und den erfassten Beträgen errechnet, der Pot am Streetende aus der Aktionsfolge, die Range des Gegners aus seiner Vorgeschichte. Gefragt wird nur, was sich nicht ableiten lässt — und selbst das ist überspringbar.
#Was kann BDNLH ausdrücklich nicht?
Drei Dinge, die es bewusst nicht behauptet: Es nennt keine Frequenzen („bluffe hier zu 33 %“), es baut keinen Spielbaum über ungespielte Straßen, und es sagt dir nicht, was GTO gewesen wäre. Es rechnet aus, was in deiner konkreten Hand nachrechenbar ist — und stellt an jede Zahl, wie belastbar sie ist.
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17 Fragen
Preflop
#Warum muss ich meine Karten mit Farben angeben, nicht nur „AK suited“?
Weil die Farben spätestens ab dem Flop gebraucht werden: für die Kartenentfernung aus der Gegner-Range, für Flush-Möglichkeiten und für die Blocker-Auskunft. Einmal am Anfang erfassen ist angenehmer, als später nachzufragen — deshalb steht der Kartenwähler mit Farben schon preflop.
#Bei „Was passierte vor dir?“ fehlen mir Optionen, die ich erwartet hätte.
Angeboten wird nur, was an deinem Platz möglich ist. Wenn du als Erster handelst, kann vor dir niemand erhöht oder gelimpt haben — dann steht dort auch keine solche Option. Ebenso sind die Obergrenzen für Limper und Mitgeher an deine Position gebunden. Das ist dieselbe Regel wie überall: Unmögliches wird gar nicht erst angeboten, statt es anzubieten und dann zu sperren. Falls dir Ungereimtheiten auffallen, bitte einfach melden.
#Was ist ein Straddle, und warum ändert er so viel?
Ein Straddle ist ein blinder Einsatz über den Big Blind hinaus. Er ist ein lebender Blind, und das heißt: Er verschiebt die Handlungsreihenfolge — der Straddler handelt preflop als Letzter, alles davor rückt nach. Deshalb wird er nicht irgendwo nachträglich abgefragt, sondern direkt auf der Tischgrößen-Karte, noch bevor du erfasst, was vor dir passiert ist. Er steht außerdem im Startpot und weitet die Ranges.
#Warum will BDNLH wissen, wer gestraddelt hat?
Weil davon abhängt, wer wann dran ist. Bei einem Re-Straddle zählt der Platz des letzten Straddles. Wo sich der Platz eindeutig ableiten lässt — heads-up etwa —, wird gar nicht gefragt; sonst gilt deine Angabe, und ohne Angabe die übliche Vorgabe: der Platz links vom Big Blind.
#Für meinen 4-Bet-Spot bekomme ich keinen Range-Abgleich. Warum?
Weil es für 4-Bet-Spots keine einzige hinterlegte Referenz-Range gibt — weder für dich noch für den Gegner. BDNLH schweigt dann ausdrücklich, statt eine Eröffnungsrange als Ersatz zu nehmen. Wer 4-bettet, spielt einen Bruchteil dessen, womit er eröffnet hätte; die Eröffnungsrange wäre nicht eine ungenaue Antwort, sondern die Antwort auf eine andere Frage. Alle übrigen Module rechnen normal weiter.
#Bei 3-Bet-Spots bekomme ich manchmal einen Befund und manchmal nicht.
Richtig, und es hängt an der Paarung. Für eine 3-Bet zählt nicht nur, wer 3-bettet, sondern auch, gegen wessen Eröffnung. Von 102 möglichen Paarungen über beide Tischgrößen sind drei hinterlegt — bei diesen dreien bekommst du einen Abgleich mit SOLVER-REFERENZ, bei allen anderen schweigt das Modul mit Begründung.
#Heads-up bekomme ich gar keinen Range-Befund.
So ist es, und die App sagt es auch. Für Heads-up liegt keine einzige Referenz-Range vor. Statt eine 6-max-Range zu nehmen und so zu tun, als passe sie, schweigt der Range-Abgleich vollständig. Pot-Odds, Equity, Blocker und SPR rechnen dagegen ganz normal.
#Woher kommen die Ranges für 9-max?
Aus einer explizit hinterlegten Alias-Tabelle, die 9-max-Positionen auf die 6-max-Basis abbildet. Die Frage nach der Raiser-Position wird bei 9-max deshalb genauso gestellt wie bei 6-max — es gibt keinen stillen Rückfall auf eine Standardposition und keine unterdrückte Frage.
#Am Befund steht „9-max über 6-max-Basis genähert“. Wie schlimm ist das?
Es ist ein Hinweis, keine Warnung. Die Range stammt von derselben Position, nur aus einer anderen Tischgröße. Der Befund trägt weiterhin SOLVER-REFERENZ, aber eben mit diesem Vermerk — damit du weißt, worauf er beruht, statt es raten zu müssen.
#Was heißt „an dieser Position genähert“?
Das ist die zweite Art von Näherung, und sie wiegt schwerer als die erste. Hier ist nicht die Tischgröße genähert, sondern die Position: Gegen einen Limp gibt es nicht für jeden Platz eine eigene Iso-Range, dann greift die des Cutoff. Deshalb steht dieser Vermerk auch vor dem 9-max-Vermerk — eine andere Position ist die größere Einschränkung als eine andere Tischgröße.
#Für den Small Blind gegen eine Eröffnung von weiter vorn bekomme ich nichts.
Dort gibt es keine Range, und BDNLH nähert sie nicht an. Die Unterscheidung ist durchgehend dieselbe: Wo brauchbare Daten in der falschen Auflösung vorliegen, wird gekennzeichnet und gerechnet; wo die Daten eine andere Frage beantworten, wird geschwiegen. Für den Big Blind liegt die Verteidigungsrange positionsgenau vor und trägt SOLVER-REFERENZ ohne Zusatz.
#Ein Gegner ist nur mitgegangen und wird trotzdem nicht modelliert.
Wenn er kein Blind ist, fehlt für ihn die Referenz — und eine Blindverteidigungs-Range wäre die falsche Zeile. Ein Cold-Call ist eine andere Entscheidung als eine Blindverteidigung: Er hat noch nichts im Pot und hätte ebenso gut erhöhen oder aussteigen können. Sein Geld zählt im Pot mit, seine Karten werden nicht modelliert, und die App sagt warum.
#Der Pot steht schon da, ohne dass ich ihn eingetragen habe.
Der wird abgeleitet — aus Blinds, Ante, Straddle und den Beträgen, die du bei „Was passierte vor dir?“ erfasst hast. Abgeleitete Werte sind als solche gekennzeichnet und sehen anders aus als selbst eingetragene. Wenn die Zahl nicht stimmt, kannst du sie mit einem Tipp korrigieren; dann gilt deine Angabe.
#Ich habe einen Betrag korrigiert — was passiert mit dem Rest?
Deine Eingabe gewinnt. Weicht sie von der abgeleiteten Folge ab, wird die Folge als unsicher abgewertet statt stillschweigend überschrieben — die Zahl bleibt deine, aber die App weiß, dass die Rechnung dahinter nicht mehr glatt aufgeht, und sagt es.
#Wo trage ich Blinds und Ante ein?
Auf der Tischgrößen-Karte, gleich neben der Tischgröße. Dort steht auch der Straddle. Das spart einen eigenen Frage-Screen — die Tischregeln stehen zusammen an einer Stelle, statt über den Dialog verteilt zu sein.
#Der Small Blind limpt — warum rechnet BDNLH nur den halben Betrag?
Weil er den halben Big Blind schon im Pot hat. Ein Limp aus dem Small Blind kostet ihn nur die Differenz, und genau die wird gebucht. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verschiebt aber den Startpot und damit jede Pot-Odds-Rechnung danach.
#„Raise auf 6 BB“ oder „Raise um 6 BB“ — was ist gemeint?
Immer „auf“: der Gesamtbetrag, auf den erhöht wurde, nicht der Aufschlag. Weil sich das trotzdem verlesen lässt, schreibt BDNLH die Umrechnung in eine eigene Zeile unter den Pot — „auf 6 = 4 mehr als die 2 davor“. Wer „um“ gemeint hat, sieht sofort, dass die App etwas anderes gelesen hat, und korrigiert.
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21 Fragen
Postflop — Flop, Turn, River
#Warum sieht jede Straße gleich aus?
Weil es derselbe Fragenblock ist, dreimal instanziiert: Board, Aktionsfolge, Range-Check. Flop, Turn und River unterscheiden sich nur in den Werten, nicht in der Art der Frage. Das ist Absicht — wer den Flop einmal erfasst hat, kennt Turn und River schon.
#Muss ich die Aktionen in der richtigen Reihenfolge eintragen?
Nein. Du darfst in der Reihenfolge eintragen, in der du dich erinnerst — die App erzwingt die Tischreihenfolge nicht. Sie zeigt sie inzwischen aber an: Wo alle Plätze bekannt sind, stehen die Gruppen in der Reihenfolge, in der am Tisch gehandelt wurde, und der Erste trägt den Hinweis „handelt zuerst“. Anordnen ja, vorschreiben nein.
#Was bedeutet der Hinweis „handelt zuerst“?
Er markiert den Spieler, der auf dieser Straße als Erster an der Reihe war — postflop ist das der erste noch in der Hand befindliche Spieler hinter dem Button. Der Hinweis erscheint nur, wenn alle Beteiligten einen bekannten Platz haben. Steht ein Gegner ohne Platz dabei, bleibt der Hinweis weg, weil die Reihenfolge dann nicht feststeht.
#Bei einem Spieler fehlt „Check“.
Dann steht eine Bet offen, die er noch nicht beantwortet hat — gegen eine offene Bet gibt es kein Check. Angeboten wird immer nur, was sein Rückstand auf den Höchsteinsatz hergibt: Wer nichts schuldet, kann checken oder setzen; wer etwas schuldet, kann mitgehen, erhöhen oder aussteigen.
#„Call“ wird mir nicht angeboten.
Dann gibt es nichts zu callen — bis dahin hat niemand gesetzt. Aus demselben Grund heißt die Eröffnung „Bet“ und nach einer Bet „Raise“. Alle drei Fälle kommen aus derselben Rechnung, damit sie nicht auseinanderlaufen können.
#Plötzlich sind alle Aktionsschaltflächen verschwunden.
Dann ist die Setzrunde geschlossen: Niemand schuldet mehr etwas, und jeder war seit der letzten Erhöhung an der Reihe. Die App sagt das auch in einem Satz darunter. Falls stattdessen die ganze Hand vorbei ist — alle bis auf einen ausgestiegen —, steht das ebenfalls da, und dann entfällt auch der Weg zur nächsten Straße, weil keine Karte mehr kommt.
#Ein Gegner ist ausgestiegen und taucht auf der nächsten Straße nicht mehr auf.
So soll es sein. Wer gefoldet hat, ist aus der Hand und bekommt keine Schaltflächen mehr — auch nicht auf der nächsten Straße. Sein Einsatz bleibt selbstverständlich im Pot. Ein Gegner, der wortlos verschwindet, sieht allerdings wie ein Fehler aus, deshalb schreibt die App dazu, wer weg ist und wann er ging.
#Ich habe mich vertippt — kann ich eine Aktion zurücknehmen?
Ja, direkt an derselben Stelle: „Letzten Eintrag zurücknehmen“ und, ab zwei Einträgen, „Ganze Straße zurücknehmen“. Die Schaltflächen stehen bewusst auch dann noch da, wenn die Straße voll ist — wer sechs Einträge beisammen hat und den sechsten vertippt hat, braucht sie am dringendsten.
#Es waren mehr als sechs Aktionen auf einer Straße.
Pro Straße werden bis zu sechs Einträge erfasst — das deckt Bet, Raise, Reraise und Call auch dreihändig ab. Wird es länger, erfasst die App bis zu deiner letzten Entscheidung und fragt stattdessen den Pot am Straßenende als Sammelgröße. Bewertet werden ohnehin nur deine Entscheidungen; die Züge der Gegner zählen, soweit sie Pot und Preis verändern.
#Was ist der „Pot am Streetende“?
Der Pot, wie er am Ende dieser Straße stand. Er wird aus deiner Aktionsfolge errechnet und laufend mitgeführt. Gleichzeitig ist er der Konsistenzanker: Trägst du selbst eine abweichende Zahl ein, gewinnt deine Angabe, und die abgeleitete Folge wird als unsicher gekennzeichnet.
#Kann ich eine ganze Straße überspringen?
Ja, „Diese Straße überspringen“ steht auf jeder Street-Karte. Die Analyse läuft dann ohne diese Straße weiter — sie fehlt sichtbar in der Handbilanz, statt stillschweigend als „nichts passiert“ zu gelten.
#Warum habe ich postflop keinen All-in-Knopf?
Weil dein All-in aus dem Reststack folgt: Wer seinen ganzen Rest setzt, ist all-in, ohne es zusätzlich ankreuzen zu müssen. Ein eigener Knopf wäre eine zweite Quelle für dieselbe Tatsache — und zwei Quellen können auseinanderlaufen.
#Der Gegner hat einen All-in-Knopf, ich nicht. Warum der Unterschied?
Weil beim Gegner kein Reststack bekannt ist, aus dem sich etwas ableiten ließe. Dort ist deine Angabe die einzige Quelle — und genau deshalb steht sie da. Vorher musste ein gegnerisches All-in als „Raise 400 BB“ eingetragen werden, und die App wusste danach nicht, dass dahinter nichts mehr stand.
#Da steht „du warst all-in für 9,5 BB“, obwohl ich mehr angesagt hatte.
Dann war deine Ansage höher als dein Stack. Gesetzt ist, was du hattest — der Rest ist nie geflossen. BDNLH deckelt den Betrag auf deinen Reststack und sagt es in einer eigenen Zeile, in ruhigem Ton: Das ist eine Feststellung, kein Vorwurf. Daneben steht der Weg zurück, falls nicht der Betrag, sondern der erfasste Stack falsch war.
#Was ist ein Nebenpot, und warum rechnet BDNLH ihn nicht aus?
Ein Nebenpot entsteht, wenn ein Gegner mit weniger Chips all-in geht: Ein Teil des Geldes kann nur gegen ihn gewonnen werden, der Rest läuft gegen die Übrigen. BDNLH erkennt diese Schichtung und benennt sie — es sagt dir, wie viel des Pots für dich überhaupt erreichbar ist. Es rechnet die Schichten aber nicht einzeln durch: Der betroffene Preis-Befund fällt dann auf ANNAHME, MDF und Alpha entfallen, und die Entscheidung geht als unbewertet in die Bilanz statt mit einer Zahl, die so nicht stimmt.
#Was bedeutet „effektiver Stack“?
Die Tiefe, die tatsächlich im Spiel ist — das Minimum aus deinem Stack und dem des Gegners. Wer mehr hat als sein Gegner, kann den Überschuss in dieser Hand gar nicht verlieren. Deshalb fragt BDNLH auch nicht „wie tief war der Gegner“, sondern „hat er dich gedeckt?“: Das ist die Frage, die tatsächlich etwas entscheidet, und sie ist mit einem Tipp beantwortet.
#Ein Gegner ist all-in — zählt er beim effektiven Stack noch mit?
Nein. Wer all-in ist, hat nichts mehr hinter sich — er kann nichts mehr setzen. Für den effektiven Stack zählen deshalb nur die Gegner, die noch etwas zu setzen haben.
Rechnete man ihn mit 0 mit, wäre der effektive Stack immer 0 und der SPR gleich mit — obwohl du und ein tiefer Gegner in Wahrheit noch um große Beträge spielen. Und wenn niemand mehr übrig ist, gegen den überhaupt gespielt werden kann, gibt es gar keinen effektiven Stack: Dann steht dort nichts, und nicht 0.
#Was ist der SPR?
Stack-to-Pot-Ratio: der effektive Stack im Verhältnis zum Pot. Er sagt, wie viel Spielraum überhaupt noch da ist — ein niedriger SPR bedeutet, dass die Hand auf ein All-in zuläuft, ein hoher, dass noch mehrere Setzrunden Platz haben. Gemessen wird gegen den Reststack, nicht gegen den Startstack.
#Was sind MDF und Alpha?
Zwei Seiten derselben Rechnung. Die MDF (Minimum Defence Frequency) sagt, welchen Anteil deiner Range du gegen eine Bet mindestens verteidigen musst, damit ein Bluff des Gegners nicht automatisch profitabel wird. Alpha ist die Gegenseite: der Anteil, den er mit einem Bluff gewinnen müsste, damit dieser aufgeht. Beides ist geschlossene Arithmetik und trägt EXAKT.
#Muss ich am Turn das ganze Board neu eingeben?
Nein, nur die neue Karte. Die App zeigt aber das vollständige Board an, nicht nur den Zuwachs.
#Ich habe einen Betrag eingetragen, und darunter steht ein Hinweis, dass die Zahlen nicht aufgehen.
Das ist die Widerspruchszeile. Sie meldet sich, wenn die Aktionsfolge und der erfasste Stack nicht zusammenpassen — etwa wenn jemand mehr setzt, als er haben kann. Sie steht bewusst unter der Folge und nicht in ihr: Sie betrifft die ganze Straße, nicht einen einzelnen Zug, und sie soll dich nicht beim Eintragen unterbrechen.
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18 Fragen
Gegner-Ranges & Blocker
#Woher nimmt BDNLH die Range meines Gegners?
Aus seiner Vorgeschichte. Was er preflop getan hat, hast du bereits eingetragen — daraus schlägt die App die passende Solver-Range nach und schlägt sie dir vor. Ein Tipp bestätigt sie, oder du wählst einen anderen Weg: drei Presets, das 13×13-Raster, die gezeigten Karten vom Showdown, oder „Weiß nicht“.
#Was bedeuten tight, standard und loose genau?
Die obersten 15 %, 25 % beziehungsweise 40 % aller Starthände, gemessen an einer Handstärke-Rangfolge. Die Rangfolge dahinter ist eigens für BDNLH gebaut worden.
#Die Auswahl beim Gegnertyp ist mir zu grob. „Nit“ plus „irgendwo dazwischen“ — wo sind die Abstände definiert? Wäre eine Prozentangabe oder ein Schieberegler nicht besser?
Für genau diesen Wunsch gibt es „Selbst wählen“ mit dem 13×13-Raster und dem Regler darüber. Dort belegst du die Range über einen Prozentwert vor und passt die angenommene Kartenauswahl danach von Hand an — einzelne Hände ganz herausnehmen oder nur halb gewichten.
Und das ist der eigentlich starke Weg, weil du aus dem Handverlauf mehr weißt als jedes Preset: Hätte dein Gegner diese Kombination am Flop oder Turn wirklich weitergespielt? Wenn du das ausschließen kannst, nimm sie heraus. Der Gegnertyp mit seiner Ausprägung ist die schnelle Abkürzung für den Fall, dass du keinen genaueren Eindruck hattest — er verschiebt die Referenz, er ersetzt sie nicht.
Es gilt hier wie überall in BDNLH:
Was du zu wissen glaubst, gibst du ein. Wo du nichts weißt, nimmst du den Standard oder gar nichts. Je mehr du angibst, desto belastbarer der Befund.
#Wie benutze ich das 13×13-Raster?
Der Regler darüber belegt die Auswahl nach Prozent vor — du fängst also nie bei null an. Danach klickst du einzelne Felder an oder ab. Paare stehen auf der Diagonalen, suited darüber, offsuit darunter; die Farblegende und ein Hinweistext stehen daneben. Unter dem Raster zeigt BDNLH, wie viele Kombinationen die Auswahl umfasst, aufgeschlüsselt nach Paaren, suited und offsuit.
#Kann ich eine Hand nur teilweise in der Range lassen?
Ja. Eine Range ist bei BDNLH keine Ja/Nein-Liste, sondern eine gewichtete Menge — jede Kombination trägt ein Gewicht zwischen 0 und 1. Genau davon leben auch die Vorschläge der App: Sie werten ab, statt zu löschen.
#Warum verengt BDNLH die Range nicht automatisch anhand des Setzverhaltens?
Weil es dafür keine Regel gibt, die überall stimmt. Die naheliegende Regel „nur gelimpt, also keine Premiums“ ist im Reg-Pool plausibel und im schwachen Live-Pool falsch — dort wird mit Assen gelimpt, die Limp-Trap gehört zum Standardrepertoire. Dasselbe gilt für jede andere Kandidatenregel. Automatisch passiert deshalb nur, was mathematisch zwingend ist: Karten, die auf dem Board oder in deiner Hand liegen, fallen aus der Range. Alles andere ist ein Vorschlag, den du annimmst oder nicht.
#Was sind die Vorschläge, die mir BDNLH anbietet?
Kuratierte Ein-Tipp-Deutungen zu beobachteten Aktionen — etwa: „Villain hat nur gelimpt. Typische Deutung: keine Premiums.“ Du nimmst sie an oder lässt es. Angenommene Vorschläge tragen die Einstufung ANNAHME und lassen sich einzeln zurücknehmen. Jeder Vorschlagstext nennt außerdem die Gegenhypothese, statt sie zu verschweigen.
#Warum steht bei den Vorschlägen „abgewertet“ und nicht „raus“?
Weil eine Gegenhypothese, die man ausspricht und dann trotzdem auf null setzt, nicht berücksichtigt, sondern nur erwähnt wurde. Wenn der Text die Limp-Trap nennt, darf die Hand nicht verschwinden — sie bekommt Gewicht 0,5 statt 0. Alle vier Einträge des Vorschlagskatalogs sind aus genau diesem Grund von Löschung auf Abwertung geändert worden.
#Ich habe die Karten des Gegners gesehen. Was bringt das?
Das ist der stärkste Filter überhaupt. Die Range kollabiert auf die gezeigte Hand, und die Rechnung wird exakt — deshalb steht die Frage nach dem Showdown schon in der Kern-Strecke und nicht in einem Zweig.
#Wenn ich seine Karten kenne — warum rechnet BDNLH trotzdem noch gegen eine Range?
Weil zwei verschiedene Fragen dahinterstehen. Gegen die Range gemessen wird deine Entscheidung: Was du wusstest, als du sie getroffen hast. Gegen die gezeigte Hand gemessen wird der Ausgang. Nur das Ergebnis zu bewerten, würde Ergebnisorientierung antrainieren — das genaue Gegenteil dessen, wofür BDNLH da ist. Deshalb stehen beide Zahlen nebeneinander.
#Was sind Blocker?
Deine eigenen Karten nehmen dem Gegner Kombinationen weg. Wenn du das Ass-Herz hältst, kann er den Herz-Nut-Flush nicht mehr haben. BDNLH zählt das nicht nur mit, sondern sagt es: Welchen Teil seiner starken Hände du blockierst, aufgeschlüsselt nach den Kategorien, die auf diesem Board über den Pot entscheiden.
#Was heißt „den besten Flush kann er nicht haben“?
Fast — es ist die höchste Karte dieser Farbe, die nicht schon auf dem Board liegt. Meistens ist das tatsächlich das Ass: Hältst du es selbst, kann dein Gegner den besten Flush nicht mehr haben, denn jede seiner Nut-Flush-Kombinationen bräuchte genau diese Karte.
Liegt das Ass dieser Farbe aber selbst auf dem Board, rückt der König nach — dann blockt der König vollständig. Hältst du irgendeine andere Karte der Farbe, nimmst du ihm nur einzelne Kombinationen weg, nicht den Nut-Flush als solchen. Genau diesen Unterschied rechnet BDNLH aus und schreibt ihn hin.
#Werden Board- und meine eigenen Karten automatisch aus der Gegner-Range entfernt?
Ja, automatisch, exakt und nicht abschaltbar. Das ist reine Mathematik: Eine Karte, die sichtbar auf dem Tisch oder in deiner Hand liegt, kann er nicht auch haben.
#Am Flop waren wir zu fünft. Was macht BDNLH damit?
Bis zu drei Gegner werden mit eigener Range modelliert — das ist die Grenze der Equity-Engine und deckt die typische analysierte Hand ab. Die Übrigen laufen als totes Geld mit: Ihre Einsätze zählen im Pot, ihre Karten werden nicht modelliert. Der Befund trägt dann ANNAHME und sagt, wie viele Spieler so behandelt wurden.
#Was bedeutet „nur als totes Geld berücksichtigt“?
Dass das Geld dieses Spielers im Pot mitzählt, seine Hand aber nicht in die Equity-Rechnung eingeht. Das ist ehrlicher, als eine Range zu erfinden, und es ist genauer, als sein Geld wegzulassen — aber es ist eine Annahme, und die steht am Befund.
#Ich weiß über den Gegner überhaupt nichts.
Dann wähl „Weiß nicht“. BDNLH rechnet die Hand dann über alle drei Presets — tight, standard, loose. Kommt bei allen dreien dasselbe Urteil heraus, ist der Befund robust und wird mit einer Spannweite ausgewiesen. Kippt das Urteil zwischen den Presets, sagt die App genau das: Dann hängt es an der Range-Annahme, und die Entscheidung geht nicht als bewertet in die Bilanz.
#Welche Gegnertypen gibt es, und was bedeuten sie?
Fünf Profile: Calling Station (geht überall mit, foldet kaum), Maniac (erhöht weit über das übliche Maß), Nit (spielt fast nur Premiums, gibt schnell auf), TAG (enge Auswahl, aber aktiv gespielt) und LAG (viele Hände, aggressiv gespielt). Auf jeder Schaltfläche steht, woran du den Typ festmachst — es ist eine Beobachtung, keine Messung.
#Ändert der Gegnertyp die Range oder nur die Bewertung?
Er verschiebt die Referenz, gegen die deine Entscheidung gemessen wird. Gegen eine Calling Station verschiebt sie sich in Richtung Value, gegen einen Nit in Richtung breiterer eigener Aggression. Das ist eine Faustregel und trägt deshalb auch dieses Etikett — sie sagt eine Richtung, kein Ergebnis.
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10 Fragen
Einstufungen & Verlässlichkeit
#Was bedeuten die fünf Etiketten an den Zahlen?
EXAKT: geschlossene Arithmetik, das Ergebnis steht fest. SIMULIERT: eine Monte-Carlo-Schätzung mit beziffertem Fehler. SOLVER-REFERENZ: nachgeschlagen in den hinterlegten Solver-Ranges. FAUSTREGEL: eine Heuristik, als Richtung zu lesen, kein Solver-Ergebnis. ANNAHME: beruht auf einer Setzung von dir oder auf einer Vorgabe.
#Warum gibt es diese Etiketten überhaupt?
Weil der größte Schaden nicht durch eine fehlende Analyse entsteht, sondern durch eine Faustregel, die aussieht wie eine Rechnung. Wer einmal merkt, dass ein entschiedenes „du hättest folden müssen“ auf einer Daumenregel beruhte, glaubt danach auch den exakten Zahlen nicht mehr. Eine Zahl ohne Herkunft ist keine Information, sondern eine Behauptung.
#Die Etiketten stehen in einer Reihe — hat die Reihenfolge eine Bedeutung?
Ja. Von links nach rechts nimmt die Verlässlichkeit ab: EXAKT ist gerechnet, ANNAHME ist gesetzt. Ohne diesen Satz sieht man fünf gleichberechtigte Farben, deshalb steht er unter der Legende.
#Eine Zahl ist exakt ausgerechnet und trägt trotzdem ANNAHME. Ist das ein Fehler?
Nein, das ist die Regel: Ein Befund trägt die Einstufung seiner schwächsten Stelle. Wenn eine exakte Formel auf einer geschätzten Eingabe rechnet, ist das Ergebnis nicht exakter als die Eingabe. Die Zahl bleibt stehen, das Etikett fällt — und der Text sagt, welche Setzung dafür verantwortlich ist.
#Was heißt SIMULIERT genau?
Dass die Zahl aus einer Stichprobe stammt anstatt aus vollständigem Durchzählen. Wo die Zahl der Kombinationen zu groß wird, läuft eine Monte-Carlo-Simulation, und der Fehler wird beziffert — die Angabe „± 0,3 Prozentpunkte“ gehört zur Zahl dazu. Wo vollständiges Durchzählen möglich ist, wird durchgezählt, und dann steht dort EXAKT.
#Was steckt hinter SOLVER-REFERENZ?
Ein Nachschlagen in den hinterlegten Preflop-Ranges der Suite — 25 Situationen, gerechnet mit einem Solver, aber eben vorberechnet und nicht live. Die Einstufung sagt genau das: Die Aussage ist so gut wie die hinterlegte Range und so aktuell wie deren Stand. Wo für eine Situation keine Range vorliegt, wird geschwiegen statt genähert.
#Warum sagt ein Befund mit FAUSTREGEL nie, dass etwas ein Fehler war?
Weil eine Faustregel das nicht wissen kann. Befunde dieser Stufe stehen nie im Urteilston — sie sagen, in welche Richtung sich die Referenz verschiebt, nicht, dass eine Entscheidung falsch war. Das ist der Unterschied zwischen „nach dieser Faustregel läge die Grenze weiter oben“ und „das war ein Fehler“.
#Was bedeutet „Präzision: 7 von 9 Modulen“?
Dass sieben der neun Auswertungs-Module gerade Befunde liefern und zwei auf eine Angabe warten. Es ist bewusst eine Zahl und kein Prozentbalken: „7 von 9“ ist nachprüfbar, „78 % Präzision“ wäre eine erfundene Genauigkeit über Module, die sich gar nicht verrechnen lassen.
#Ein Modul steht auf „wartet auf eine Angabe“ — welche?
Das hängt vom Modul ab: Der Gegnertyp-Exploit braucht eine Einschätzung des Gegners, der ICM-Druck braucht Feldgröße und Durchschnittsstack, der Turnier-Kontext deinen Stack. Was konkret fehlt, steht im Panel „Was noch fehlt“, und ein Tipp darauf springt an die passende Stelle. Bei Cash-Hands bleiben die Turnier-Module dauerhaft stumm — dort gibt es schlicht nichts zu rechnen.
#Was sind die Module M0 bis M8?
Die neun Auswertungen, aus denen sich ein Befund zusammensetzt: M0 Struktur-Check, M1 Preflop-Range-Abgleich, M2 Stack, Straddle und Ante, M3 Gegnertyp, M4 Pot-Odds mit MDF, Alpha und SPR, M5 Equity samt Blockern, M6 ICM-Druck, M7 Turnier-Kontext mit M, Q und Zone, M8 Auszahlungssprung. Jedes hat eigene Voraussetzungen und schweigt, solange sie fehlen.
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13 Fragen
Befunde & Handbilanz
#Wie ist die Ergebnisseite aufgebaut?
Von oben nach unten: erst die Handbilanz — eine Zahl plus Lückenausweis. Dann höchstens drei Top-Befunde, sortiert nach dem größten Verlust. Danach alle Befunde, eingeklappt und nach Straßen gruppiert. Zum Schluss „Was gut war“ mit den bestätigt richtigen Entscheidungen.
#Warum nur drei Top-Befunde?
Weil eine Liste aus fünfzehn Punkten niemanden besser macht. Die drei mit dem größten Verlust stehen oben, der Rest bleibt erreichbar, aber eingeklappt. Nicht-robuste Befunde — solche, deren Urteil an einer Bereichsangabe kippt — zählen dabei mit ihrem unteren Wert: Unsicherheit drückt die Priorität, statt sie zu erhöhen.
#Zu einer Entscheidung sehe ich nur einen Befund, obwohl mehrere Module etwas dazu sagen könnten.
Das ist die Dedup-Regel: pro Entscheidung genau ein Hauptbefund — das Modul mit dem größten Verlust gewinnt, die übrigen hängen als Belegzeilen darunter. Pot-Odds und Equity zum selben Call sind ein Befund mit zwei Bausteinen, nicht zwei Karten. Kontext-Module wie Zone oder Auszahlungssprung erscheinen als Hinweis weiter unten und nie in den Top-Befunden.
#Was ist die Sektion „Was gut war“?
Die bestätigt richtigen Entscheidungen, als eigener Abschnitt und positiv formuliert. Wer nur Fehler zurückbekommt, kommt nicht wieder — und eine Entscheidung, die nachweislich richtig war, ist genauso Lernstoff wie ein Leak.
#Was bedeutet der EV-Verlust in BB?
Wie viele Big Blinds eine Entscheidung im Erwartungswert gekostet hat, gemessen gegen die beste verfügbare Alternative. Summiert wird ausschließlich in Chips — im Turnier zusätzlich als Geldwert über ICM, aber nebeneinander und nie vermischt.
#Warum steht „mind.“ vor der Summe?
Weil die Summe nur die bewerteten Entscheidungen enthält. Sie heißt deshalb ausdrücklich „EV-Verlust der bewerteten Entscheidungen“ und nie „Gesamtverlust“ — solange etwas unbewertet ist, kann die wahre Zahl nur größer sein. Fehlt keine einzige Bewertung, fällt das „mind.“ weg.
#„7 von 9 Entscheidungen bewertet“ — warum nicht alle?
Weil für manche Entscheidungen die Grundlage fehlt: keine Range angegeben, kein Referenzwert vorhanden, oder ein Nebenpot, den BDNLH nicht durchrechnet. Diese Entscheidungen werden namentlich aufgeführt — „Turn: keine Range-Annahme“ — samt Grund und einem Tipp zurück an die Stelle, an der du es nachtragen kannst.
#Warum wird eine unbewertete Entscheidung nicht einfach als 0 gezählt?
Weil 0 „kein Verlust“ heißt und nicht „nicht bewertet“. Der Unterschied ist der ganze Punkt des Lückenausweises: Eine stille Null macht aus einer Wissenslücke ein gutes Ergebnis. Das gilt bis in die Datenbank hinein — dort steht dann kein Nullwert, sondern gar kein Wert.
#Warum summiert BDNLH keine Equity-Prozente?
Weil Prozentwerte aus verschiedenen Situationen nicht addierbar sind — 60 % am Flop und 40 % am River ergeben zusammen nichts Sinnvolles. Equity wird deshalb pro Entscheidung gezeigt und nie aufsummiert. Summiert wird nur, was dieselbe Einheit hat: Chips.
#Im Turnier stehen zwei Zahlen nebeneinander.
ChipEV und $EV. Die eine misst, was die Entscheidung an Chips gekostet hat, die andere, was sie im Turnierwert gekostet hat. Dass die beiden auseinanderdriften, ist keine Ungenauigkeit — es ist die eigentliche Einsicht des Turnierspiels, und deshalb stehen sie nebeneinander statt verrechnet.
#Was heißt „kippt bei ca. 42 BB“?
Dass du für diese Größe einen Bereich statt einer genauen Zahl angegeben hast — und dass innerhalb dieses Bereichs das Urteil umschlägt. Am unteren Ende kommt ein anderes Ergebnis heraus als am oberen. BDNLH nennt dir den Kipp-Punkt und stellt die Frage nach der genauen Zahl an die Spitze der offenen Punkte, weil sie hier tatsächlich etwas entscheidet.
#Was ist der Unterschied zwischen Fehler, Leak, Hinweis und „gut“?
Fehler heißt: Die Eingabe ist in sich unmöglich, etwa eine Kartenkombination, die es nicht geben kann. Leak heißt: eine Entscheidung, die im Erwartungswert Geld gekostet hat. Hinweis ist Kontext ohne Urteil — die Turnierzone etwa. Und „gut“ sind bestätigte Entscheidungen. Nur Fehler und Leaks können in die Top-Befunde.
#Warum sagt BDNLH nicht einfach „richtig“ oder „falsch“?
Weil das in den meisten Spots eine Behauptung wäre, die die Datenlage nicht hergibt. Wo die Rechnung eindeutig ist — Pot-Odds gegen eine bekannte Equity —, wird sie auch eindeutig ausgesprochen. Wo eine Faustregel oder eine Annahme dahintersteht, sagt der Befund, in welche Richtung es geht und woran es hängt. Ein entschiedenes Urteil auf schwacher Grundlage ist genau das Vertrauensproblem, das BDNLH vermeiden soll.
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10 Fragen
Turnier & ICM
#Was ist ICM-Druck?
Im Turnier sind Chips nicht linear Geld wert: Die letzten Chips zu verlieren kostet mehr, als die gleiche Menge zu gewinnen einbringt. Deshalb kann ein Call, der in Chips profitabel wäre, im Geldwert ein Verlust sein. Genau diese Differenz rechnet BDNLH aus — die Equity, die du bräuchtest, damit ein Call sich im Turnierwert lohnt.
#Welche Angaben braucht die ICM-Auswertung?
Drei: deinen Stack, den Durchschnittsstack und die Zahl der verbliebenen Spieler samt der Frage, ob ihr schon im Geld wart. Dazu kommt der Stack des Gegners, aber nur dort, wo eine All-in-Lage ihn überhaupt trägt. Jede dieser Angaben ist einzeln überspringbar.
#Warum fragt BDNLH nur den Durchschnittsstack und nicht alle Stacks am Tisch?
Weil acht Stackgrößen abzutippen die naheliegende und zugleich schlechteste Lösung wäre — niemand macht das. Aus Feldgröße und Durchschnittsstack lässt sich das Feld rekonstruieren, und zwar das ganze verbliebene Feld statt nur des Tisches. Die Turnierleiter auf neun Tischstacks anzuwenden hieße nämlich: Wer den Tisch gewinnt, gewinnt das Turnier.
#Warum wird nicht nach dem Preisgeld gefragt?
Weil es sich herauskürzt. Die Break-even-Equity ist skaleninvariant — ob der Pool 500 oder 500.000 Euro beträgt, ändert an der Schwelle nichts. Nach etwas zu fragen, das im Ergebnis nicht vorkommt, wäre reine Tipparbeit.
#Muss ich die genaue Auszahlungsstruktur kennen?
Nein. Die übliche Form ist als Vorgabe hinterlegt, du siehst sie und kannst sie mit einem Tipp umstellen. Dass die Form überhaupt sichtbar ist, hat einen gemessenen Grund: Am Finaltisch verschiebt ihre Steilheit die Schwelle um über zwanzig Prozentpunkte, mitten im Feld um weniger als einen. Eine Vorgabe, deren Wirkung man nicht kennt, wäre ein Blindflug.
Übrigens: Im ICM-Modul von RANGE//REF kannst du eigene Auszahlungsstrukturen hinterlegen und den ICM-Druck damit berechnen.
#Was ist ein Pay-Jump?
Der nächste Auszahlungssprung — der Punkt, an dem ein weiterer ausgeschiedener Spieler dein Preisgeld erhöht. In der Nähe der Bubble und an Sprungstellen verändert das die Rechnung erheblich, und zwar für alle am Tisch gleich. Deshalb braucht BDNLH dafür auch nicht deine Platzierung.
#Was sind M, Q und die Harrington-Zonen?
M setzt deinen Stack ins Verhältnis zu dem, was eine Runde kostet — also wie viele Umläufe du überstehst, ohne eine Hand zu spielen. Q setzt ihn ins Verhältnis zum Durchschnittsstack. Aus M ergeben sich die fünf Zonen nach Harrington, von „Grün“ bis „Rot“, und mit ihnen eine grobe Richtung fürs Spiel. Beides ist eine Faustregel und trägt dieses Etikett.
Wir nennen es Harrington-Zonen, weil Dan Harrington und Bill Robertie es vor vielen Jahren in drei Büchern so beschrieben haben (Harrington on Hold’em, 2004–2007).
#Warum erscheint der ICM-Befund nur bei All-in-Situationen?
Weil „EV(Fold) gegen EV(Call)“ nur dort sauber definiert ist. Nach einem All-in kommt keine weitere Entscheidung — der Ausgang ist ein Zweifall. Für eine halbe Potbet wäre dieselbe Aussage eine Behauptung über Straßen, die BDNLH gar nicht modelliert. Die Lage wird dabei abgeleitet, nicht gefragt: entweder du bist selbst all-in gegangen, oder ein Call hätte deinen Stack aufgebraucht.
#Warum wird der Stack des Gegners nur manchmal abgefragt?
Weil er nur manchmal etwas ändert. Gefragt wird, wo die Angabe eine Zahl bewegt: im Turnier bei einer All-in-Lage, und postflop dann, wenn dein eigener Stack bekannt ist und der effektive Stack davon abhängt. Wo ein All-in die Antwort schon gegeben hat, wird gar nicht mehr gefragt — ableiten geht vor fragen.
#Wie genau ist die ICM-Rechnung?
Bis sieben Spieler wird exakt gerechnet, bei acht und neun über eine Simulation. Die Engine ist aus dem ICM-Kalkulator der Suite portiert, der seinerseits gegen eine Excel-Referenz als Berechnungs-Goldstandard geprüft ist.
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10 Fragen
Speichern und Laden
#Ich rufe eine gespeicherte Handanalyse auf, und viele Angaben fehlen.
Gespeichert werden deine Preflop-Angaben und die Befunde daraus — der Postflop-Teil mit Board, Aktionsfolge und Gegner-Ranges noch nicht. Beim Laden steht er wieder leer da. Die App sagt das inzwischen schon vor dem Speichern, direkt über der Schaltfläche, statt es dich beim Öffnen herausfinden zu lassen.
#Warum wird der Postflop-Teil nicht mitgespeichert?
Weil er bis vor kurzem zwar mitgeschrieben, beim Laden aber verworfen wurde — eine Datei, die den Postflop-Teil enthält, ohne dass ihn je etwas zurückholt, ist ein Versprechen, das beim Öffnen gebrochen wird. Die vollständige Wiederherstellung ist der richtige nächste Schritt und ist auch machbar; sie wurde nur bewusst zurückgestellt, weil sich die Struktur des Postflop-Teils gerade zweimal hintereinander geändert hat. Ein Speicherformat auf eine wandernde Struktur zu legen, erzeugt genau die Altlasten, die man später nicht mehr lesen kann.
#Kommt die vollständige Speicherung noch?
Ja, sie ist als eigener Vorgang geplant. Der Zustand ist dafür bereits sauber getrennt in eingegeben (Spielerzahl, Board, Aktionen, Range-Wahl, gezeigte Karten) und errechnet (aufgelöste Ranges, Equity-Zahlen) — nur Ersteres muss gespeichert werden.
#Ich hatte eine Zusatzfrage übersprungen. Nach dem Laden komme ich nicht mehr an sie heran.
Das war ein Fehler und ist behoben. Übersprungene Zusatzangaben — Gegnertyp, Durchschnittsstack, Feldgröße, Gegnerdeckung — galten nach dem Laden als erledigt, bekamen aber keine Karte mehr; das zugehörige Modul blieb dadurch dauerhaft auf „wartet auf eine Angabe“ stehen, ohne Weg zurück. Seit der Korrektur wird jeder abgeschlossene Zusatz-Zweig beim Laden wieder aufgebaut, samt Bedienelementen, sodass sich ein Skip auch nachträglich ändern lässt.
#Muss ich einen Titel vergeben?
Nein. Ohne Titel zeigt die Liste Hand, Position und Situation — „A5s · BTN · Du eröffnest“ —, und das reicht zum Wiederfinden. Wenn du tippst, schlägt das Feld bereits vergebene Titel vor; erfunden wird kein Titel.
#„Diesen Titel gibt es schon“ — was soll ich tun?
Nichts musst du. Der Hinweis blockiert nicht, er macht die Wahl bewusst: aktualisieren oder als zweite Analyse anlegen. Wenn du einen freien Namen willst, bietet er dir mit einem Tipp den nächsten an — aus „Bluffcatch“ wird „Bluffcatch_01“, und ist auch der vergeben, „Bluffcatch_02“.
#Warum sehe ich nur die letzten fünf Analysen?
Das ist nur die Voreinstellung der Anzeige — ein Tipp auf „Alle anzeigen“ klappt die vollständige Liste auf. Geladen sind immer die 200 neuesten.
#Die Suche findet eine alte Analyse nicht.
Suche und Filter laufen im Browser über das, was geladen ist — die 200 neuesten. Ältere sind nicht dabei, und die App schreibt das auch unter die Liste, statt „kein Treffer“ für etwas zu melden, das es gibt. Ab etwa 200 gespeicherten Analysen wandert der Filter auf den Server.
#Was ist der Unterschied zwischen „Aktualisieren“ und „Als neue speichern“?
„Aktualisieren“ überschreibt die gerade geladene Analyse, „Als neue speichern“ legt eine zweite an. Solange nichts geladen ist, heißt die Schaltfläche schlicht „Speichern“. Der Unterschied ist wichtig, wenn du eine alte Hand öffnest, um eine Angabe zu ändern — dann willst du meistens genau eine der beiden Varianten und nicht die andere.
#Kann ich eine gespeicherte Analyse löschen?
Ja, direkt in der Liste. Mit der Analyse verschwinden auch ihre Befunde — die Datenbank räumt das über eine Löschkaskade selbst auf, es bleiben keine verwaisten Zeilen zurück.
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8 Fragen
Technik, Browser & Datenschutz
#Welchen Browser brauche ich?
Jeden aktuellen Browser. Getestet wird gegen Safari und Chrome auf dem iPhone sowie gegen aktuelle Desktop-Browser. BDNLH braucht kein Plugin und keine Installation.
#Nach einem Update sehe ich noch die alte Fassung.
Das sollte nicht mehr vorkommen. Jeder Skript-Verweis trägt seine Version, damit ein neuer Stand beim Browser auch ankommt und nicht aus dem Zwischenspeicher bedient wird. Falls doch: einmal hart neu laden. Wenn es dann immer noch auftritt, ist es ein Fehler und wir wollen davon wissen.
#Wo liegen meine gespeicherten Hände?
In der Datenbank der Suite, in eigenen Tabellen, die ausschließlich BDNLH gehören. Jede Zeile hängt an deinem Benutzerkonto, und jede Abfrage ist auf dieses Konto eingegrenzt. Auf die Daten des Trackers greift BDNLH nicht zu — es liest, schreibt und verändert dort keine einzige Tabelle.
#Kann jemand anders meine Hände sehen?
Nein. Jede Abfrage ist auf dein Konto eingegrenzt, und das wird durch ein eigenes Prüfgate abgesichert, das jede Datenbankabfrage der App daraufhin abklopft.
#Kann ich meine Daten löschen lassen?
Ja. Einzelne Analysen löschst du selbst in der Liste. Wird ein Konto gelöscht, verschwinden die zugehörigen Analysen und Befunde automatisch mit — die Löschkaskade ist durchgehend angelegt und war ausdrücklich Teil der Datenschutz-Betrachtung.
#Warum dauert die Equity-Rechnung einen Moment?
Weil sie tatsächlich rechnet — je nach Lage über hunderttausende Kombinationen. Sie läuft in einem eigenen Hintergrund-Prozess, damit die Oberfläche bedienbar bleibt: Du kannst weiterklicken, während gerechnet wird, und das Ergebnis erscheint, sobald es da ist.
#Was passiert, wenn eine Range so eng ist, dass kaum eine Kombination passt?
Dann bricht die Simulation kontrolliert ab, statt sich festzulaufen. Es gibt eine Abbruchgrenze und eine Prüfung davor, die diesen Fall erkennt — eine Endlosschleife bei degenerierten Ranges war als Risiko benannt und ist abgesichert.
#Funktioniert BDNLH offline?
Nein. Die Anmeldung, das Speichern und das Laden brauchen eine Verbindung. Die Analyse selbst rechnet zwar im Browser, aber die Seite muss geladen werden können.
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